Egal ob du angestellt, selbstständig oder freiberuflich tätig bist: Hier erfährst du, ob sich die private Krankenversicherung für dich lohnt – und wie der Wechsel gelingt.
Die private Krankenversicherung (PKV) ist für viele eine attraktive Alternative zur gesetzlichen Krankenkasse. Besonders Angestellte mit höherem Einkommen, Selbstständige und Freiberufler profitieren oft von besseren Leistungen und individuell kalkulierten Beiträgen. Doch wann lohnt sich die PKV wirklich – und worauf solltest du achten? Diese Seite liefert dir alle Antworten.
Nicht jeder darf oder sollte in die PKV wechseln. Diese Gruppen profitieren besonders:
Die Beiträge richten sich nicht nach deinem Einkommen, sondern nach:
Alter beim Eintritt
Gesundheitszustand
Tarifauswahl
Selbstbeteiligung
optionalen Leistungen wie Zahnersatz oder Chefarztbehandlung
Person | Alter | Berufsstatus | Beitrag |
---|---|---|---|
Angestellter | 30 Jahre | 80.000 € brutto | ca. 450 € |
Selbstständige | 35 Jahre | 60.000 € Gewinn | ca. 390 € |
Freiberufler | 42 Jahre | 75.000 € Gewinn | ca. 470 € |
Der Ablauf ist grundsätzlich ähnlich – aber je nach Berufsstatus gibt es ein paar Besonderheiten:
Schritt | Angestellte | Selbstständige | Freiberufler |
---|---|---|---|
1. Voraussetzungen prüfen | Einkommen über JAEG (ca. 73.800 €) | Nicht gesetzlich versicherungspflichtig | Nicht gesetzlich versicherungspflichtig |
2. Gesundheitsprüfung | Angaben zu Vorerkrankungen, ggf. Risikovoranfrage – bei allen gleich | ||
3. Tarifvergleich | Leistungen & Beitrag individuell vergleichen – passend zur Lebenssituation | ||
4. Antrag stellen | Nach Auswahl des Tarifs und positiver Prüfung | ||
5. Kündigung der GKV | Erst nach Zusage der PKV möglich | Wenn vorher freiwillig gesetzlich versichert: Kündigung einreichen | Wie bei Selbstständigen |
Du willst wissen, wie der Wechsel im Detail abläuft? Wir erklären dir auf den Zielgruppenseiten genau, worauf es ankommt – egal ob du angestellt, selbstständig oder freiberuflich tätig bist.
Verdienst du über der Versicherungspflichtgrenze, lohnt sich der Wechsel. In der PKV zahlt dein Arbeitgeber bis zu 403 € Zuschuss und du bekommst oft schneller Termine.
Du zahlst als Selbstständiger den vollen GKV-Beitrag – ohne Arbeitgeberzuschuss. In der PKV kannst du oft mehrere Hundert Euro pro Monat sparen – bei besseren Leistungen.
Ob IT-Berater, Künstler oder Mediziner: Viele Freiberufler profitieren von leistungsstarken Tarifen in der PKV, oft mit deutlich mehr Flexibilität als in der GKV.
Einzelzimmer, Chefarztbehandlung, moderne Diagnostik
vor allem bei Fachärzten
wenn du keine Leistungen nutzt
Du willst es genauer wissen? Auf dieser Seite findest du alle Vorteile der PKV im Überblick:
Vorteile der privaten Krankenversicherung
Die Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung betreffen nicht nur die Kosten – sondern auch Leistungen, Flexibilität und die langfristige Planung. Die folgende Übersicht zeigt dir die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.
Kriterium | Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) | Private Krankenversicherung (PKV) |
---|---|---|
Beitragshöhe | Prozentual vom Einkommen, gedeckelt, Arbeitgeber zahlt die Hälfte | Abhängig von Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Leistungen, Arbeitgeber zahlt die Hälfte (max. AG-Zuschuss) |
Leistungen | Einheitlich geregelt, medizinische Grundversorgung | Individuell wählbar, oft bessere Leistungen (z. B. Chefarzt, Einbettzimmer) |
Familienversicherung | Kinder und Partner beitragsfrei mitversichert | Jede Person braucht eigenen Vertrag |
Beitragsentwicklung | Steigt mit dem Einkommen | Steigt im Alter, aber planbar durch Beitragsrückstellungen |
Wartezeiten beim Arzt | Längere Wartezeiten möglich | Kürzere Wartezeiten, bevorzugte Behandlung |
In die PKV kannst du nur wechseln, wenn du nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung bist. Das gilt z. B. für Angestellte mit einem Bruttogehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze, Selbstständige, Freiberufler und Beamte.
Der Wechsel erfolgt in mehreren Schritten: Du prüfst deinen Versicherungsstatus, beantwortest Gesundheitsfragen, vergleichst passende Tarife und stellst dann den Antrag bei der privaten Krankenversicherung. Erst wenn die Annahme vorliegt, kannst du deine gesetzliche Versicherung kündigen.
Die Beiträge hängen nicht vom Einkommen ab, sondern von Alter, Gesundheitszustand, gewähltem Leistungsumfang und eventueller Selbstbeteiligung. Bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber bis zu 50 % des Beitrags – maximal bis zur gesetzlichen Höchstgrenze.
Ja, sofern du rechtzeitig vorsorgst: Alterungsrückstellungen, Beitragsentlastungstarife und eine passende Tarifwahl sorgen dafür, dass die Beiträge im Alter stabil bleiben. Eine langfristige Planung ist hier entscheidend.
Die PKV bietet individuell wählbare Leistungen, häufig bessere medizinische Versorgung, kürzere Wartezeiten und eine Beitragsrückerstattung, wenn du keine Leistungen in Anspruch nimmst. Außerdem sind die Beiträge unabhängig vom Einkommen.
Bei der Antragstellung musst du Gesundheitsfragen beantworten. Anhand deiner Angaben entscheidet die Versicherung über Aufnahme, Risikozuschläge oder ggf. Ausschlüsse. Auf Wunsch lässt sich vorab eine anonyme Risikovoranfrage stellen.
Unter bestimmten Bedingungen ja – etwa wenn du wieder versicherungspflichtig wirst (z. B. durch einen Job unter der JAEG), arbeitslos wirst oder nach Deutschland zurückkehrst und dich dort wieder gesetzlich versichern musst.
Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und keine komplizierten Vorerkrankungen vorliegen, kann der Wechsel innerhalb von 2–6 Wochen abgeschlossen sein – abhängig von Bearbeitungszeiten und Fristen bei der GKV.
Du willst wissen, ob sich die PKV für dich lohnt? Ich helfe dir – unabhängig, persönlich und kostenlos.
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