Private oder gesetzliche Krankenversicherung? Hier erfährst du, welche Lösung für Selbstständige langfristig besser passen kann – mit Zahlen, Beispielen und klaren Entscheidungshilfen.
Wer sich selbstständig macht, steht oft zum ersten Mal vor der Frage: gesetzlich versichert bleiben oder in die private Krankenversicherung wechseln? Die Entscheidung ist keine reine Preisfrage – sondern hat weitreichende Auswirkungen auf Beitrag, Leistung und Versorgung.
Was dich erwartet: Wir vergleichen beide Systeme konkret und zeigen dir, worauf es für Selbstständige ankommt.
In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlst du als Selbstständiger deinen Beitrag allein – ohne Arbeitgeberanteil. Die Beitragshöhe richtet sich dabei nach deinem Einkommen – allerdings mit festen Grenzen:
Einkommensgrundlage | Beitragssatz (inkl. Pflege) | Monatsbeitrag (2025) |
---|---|---|
Mindestbeitrag (unter 1.178 € Einkommen) | ca. 18,6 % + Zusatzbeitrag | ca. 380–420 € |
Durchschnittlich 3.000 € Einkommen | – | ca. 600 € |
Höchstbeitrag ab 5.175 € | – | ca. 1.050 € |
Selbst wenn du wenig verdienst, zahlst du oft mehr als nötig – denn der Mindestbeitrag ist Pflicht.
In der PKV hängt der Beitrag nicht vom Einkommen, sondern von drei Faktoren ab:
Tarifprofil | Beitrag (30-jähriger Selbstständiger, gesund) |
---|---|
Basis-Tarif (stationär Zweibett, ambulant GKV-Niveau) | ca. 330–390 € |
Komfort-Tarif mit 90 % Zahn, Einbettzimmer, Wahlarzt | ca. 420–490 € |
Premium-Tarif mit 100 % Leistungen, keine Selbstbeteiligung | ab 550–600 € |
👉 In vielen Fällen günstiger als die GKV – und mit besserem Leistungspaket.
Leistung | GKV | PKV |
---|---|---|
Arztwahl | Vertragsärzte (Kassenzulassung) | Freie Arztwahl, Privatärzte |
Wartezeit Facharzt | teils mehrere Wochen | oft innerhalb weniger Tage |
Zahnersatz | ca. 60–75 % mit Bonusheft | bis 100 % je nach Tarif |
Krankenhaus | Regelversorgung (Mehrbettzimmer) | Wahlleistungen: Chefarzt, Einbettzimmer |
Rückerstattung bei Leistungsfreiheit | Nein | Ja, oft 1–4 Monatsbeiträge |
Beitragsberechnung | einkommensabhängig | tarifabhängig, unabhängig vom Einkommen |
Der Beitragssatz der GKV steigt seit Jahren – durch Alterung der Bevölkerung, steigende Ausgaben, weniger junge Versicherte. Als Selbstständiger trägst du die Kosten allein, auch bei Beitragserhöhungen.
Beispiel: Du brauchst Zahnersatz, eine Psychotherapie oder eine schnelle Operation? In der GKV zahlst du oft hohe Zuzahlungen oder wartest monatelang – während viele PKV-Tarife hier deutlich schneller und umfassender leisten.
Achtung: Wenn du viele Vorerkrankungen hast oder oft zum Arzt musst, kann die GKV in Ausnahmefällen günstiger sein – das klären wir in einer individuellen Analyse.
Die GKV ist ein sicheres Netz – mit klaren Regeln, aber auch begrenzter Leistung und hohen Beiträgen.
Die PKV bietet mehr Flexibilität, bessere Versorgung und oft günstigere Beiträge – wenn sie zu deiner Lebenssituation passt.
Lass uns gemeinsam prüfen, welche Krankenversicherung zu dir passt
In vielen Fällen ist die PKV günstiger – besonders bei hohem Einkommen, gutem Gesundheitszustand und geringer Arztnutzung.
Ein Wechsel zurück ist oft nur bei Aufgabe der Selbstständigkeit oder bestimmten Sonderfällen möglich – daher sollte die Entscheidung gut überlegt sein.
Nicht zwingend – durch Altersrückstellungen, Tarifwechseloptionen und gezielte Beitragsentlastungstarife kann der Beitrag stabil bleiben.
Nur, wenn du es separat absicherst – das ist kein automatischer Bestandteil.
In der PKV solltest du ein Krankentagegeld absichern – in der GKV musst du aktiv einen Krankengeldtarif abschließen.
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